Fiji - Heinz Albers

Reisebericht Weltreise

6. Fidschi - Matamanoa

 

Die Zeit von der sehr frühen Ankunft des Flugzeuges von Los Angeles bis zum Transfer zum Hafen verbrachten wir im Raffles-Hotel, das nur wenige Fußweg-Minuten vom Flughafen entfernt ist. Ein Shuttle-Bus des Hotels brachte uns unentgeltlich dorthin. Dort nahmen wir morgens ein preiswertes Frühstück ein, surften im Internet (30 Minuten kosteten 5 Fiji-$) und prügelten uns mit den lästigen Mücken. Schräg neben dem Raffles fährt der Bus nach Denarau zur Fähre ab.

Für Duty-free-Einkäufe sollte man sich bis Nadi (Fidschi) beherrschen. Alkohol, Kameras und Zigaretten sind hier preiswerter als in Deutschland und den USA, Uhren hingegen teurer. Man hat eine große Auswahl an köstlichen kubanischen Zigarren, die natürlich wie überall ihren stolzen Preis haben.

Wir wussten es vorher, dass Trinkgelder in der Südsee nicht üblich sind. Sie werden tatsächlich nirgends erwartet oder gar verlangt; sie werden jedoch auch nicht zurückgewiesen. Letztendlich sind die Menschen dort zwar außerordentlich liebenswürdig, aber keinesfalls bekloppt. Sie sind durchweg freundlich, aufmerksam und hilfsbereit. Diese  Eigenschaften werden durch ein Trinkgeld in keiner Weise beeinflusst.

Transfer auf die Inseln der Mamanucas entweder mit dem 25 Knoten (46 km/h) schnellen Katamaran "Tiger IV" (ca. 200 Plätze), einem noch schnelleren Schnellboot (beide vom Hafen Denarau) oder einem Hubschrauber vom Flughafen aus (teuer, je nach Anzahl der Passagiere Gewichtsbegrenzung beim Gepäck!). Wir haben die gemütliche Fahrt mit dem Katamaran durchgeführt. Die Transferzeit von der Marina in Denarau bis Matamanoa dauert einschließlich des Umsteigens in ein kleines Boot vor der Insel Mana  zwei Stunden. Unterwegs hält die Tiger IV vor den Inseln South Sea Island, Bounty, Treasure und Mana. Danach geht die Fahrt des Katamarans weiter nach Castaway und Malolo, bevor das Schiff nach Denarau zurückfährt. Die Gäste der jeweiligen Inseln werden von kleinen Booten von dem Katamaran übernommen und zu ihrer Insel transferiert, denn Anlegestege gibt es nicht.

Die Schreibweise der Inseln ist gelegentlich unterschiedlich. Auf einigen Karten werden z.B. Mondriki als Modriki oder Monuriki und Mana als Monu bezeichnet.

Die Inseln, die wir besucht haben, waren paradiesisch schön; anders kann man es nicht bezeichnen. Ein Aufenthalt in dieser Gegend der Welt ist atemberaubend, traumhaft und mit nichts auf unserem Globus zu vergleichen. Sicher, es gibt auch an anderen Stellen unserer Erde schöne Insel-Landschaften, jedoch nicht in so geballter Form und mit solch liebenswerten Menschen. Es ist daher legitim, wenn von den Resorts ein vergleichsweise hoher "Eintrittspreis" verlangt wird. Das ist weltweit so üblich. Hier aber mit dem feinen Unterschied, dass jeder Euro gerechtfertigt ist.

Massentourismus, Nepp, schnorrendes oder muffiges Personal, Kurtaxe und Bettler sucht man vergeblich, was das allgemeine Wohlbefinden der Gäste hebt.

Die Preise in den Hotels für Essen und Getränke sind ähnlich wie in Deutschland. Auf den exklusiven 5-Sterne-Hotelinseln zahlt man auch sehr exklusive Preise.

Wir unternahmen eine Tour mit dem Segelschiff "Seaspray", das uns auf die Inseln Mana (Kava-Zeremonie) und nach Mondriki (Kulisse für den Film "Cast away" mit Tom Hanks)  führte. Unterwegs Schnorchelgänge. Unbegrenzt Sekt, Bier, Wein, alkoholfreie Getränke und Barbecue/Salate an Bord. Während einer anderen Bootstour besuchten wir weitere Traumziele mit ungeahnter Schönheit: Castaway, Malolo und Malolo Lailai. Weitere Hinweise siehe unter der folgenden Hotelbesprechung Matamanoa.

 

Matamanoa, Fidschi, „Matamanoa Resort“

Kleines Resort auf einer zirka 15 Hektar großen Privatinsel der Mamanuca-Inselgruppe.

Wir bewohnten die "Beachfront-Bure" Nr. 10.

Freistehender Bungalow mit Bad, Schlaf- und Wohnraum, ca. 60 qm groß. Holzbauweise, Spitzdach mit Tapas vermittelt Südsee-Flair. Kleine Diele mit Kleiderschrank. Zwei 140 x 200 cm große Betten, Ablagen und Spiegel im Schlafraum. Im Wohnraum zwei Liegen zu je 100 x 200 cm, Sessel, Tisch, Bar mit Hockern, Kaffeebereiter, Kühlschrank.  Alles in gepflegtem Zustand und sehr sauber.

Für die Bewertung sind vier Sterne angemessen.

9 kleine Fenster mit verstellbaren Lamellenscheiben sorgen je nach Einstellung für angenehmen Durchzug. Auf der Terrasse Hängematte, Gartenstühle, eine Liege. Eigener Zugang zum 10 Meter entfernten Meer.

Bad mit WC, zwei Waschbecken, separate Dusche. Haartrockner. Bademäntel. Das WC spült mit Meerwasser, das Leitungswasser soll trinkbar sein. Amerikanische Steckdosen (Adapter erforderlich), nur im Bad eine Steckdose mit 110 Volt für Eurostecker.

2 Deckenventilatoren, neuerdings auch eine Klimaanlage.

Maximal 66 Gäste können in den 20 Bures im traditionellen fijianischen Stil mit Meerblick oder in den 13 klimatisierten Hotelzimmern mit Gartenblick wohnen. Kinder sind erst ab 12 Jahren willkommen.

Preis pro Person und Tag mit Vollpension 148.- Euro in der Beachfront-Bure. Die Hotelzimmer ohne direkten Standzugang sind kleiner und preiswerter. Umfangreiche Speisekarte, gute Küche.

Über die Nebenkosten gibt die Getränke-Karte des Hotels Auskunft. Man muss vor den Preisen keine Angst haben. Siehe Homepage des Matamanoa-Resorts: http://www.matamanoa.com

Wegen des Fehlens eines Bootssteges ist ein Transfer mit dem Boot auf die und von der Insel grundsätzlich mit nassen Füssen verbunden. Hubschrauberlandeplatz ist vorhanden.

Am Vorabend der Abreise singt der vielstimmige Inselchor jedem Gast zum Abschied ein schönes Lied, das sensiblen Menschen die Tränen in die Augen treiben kann.

Bezaubernde, kleine Traum-Insel. Kein TV. Es kann langweilig werden, weil man keine Möglichkeit hat, kurzerhand irgendwo hin zu gehen. Wer eine neondurchflutete Strandpromenade und Straßenlärm  braucht, ist hier fehl am Platze! Schnorchel- oder Tauchgänge und Wassersportaktivitäten sind tagsüber die einzigen (und sehr empfehlenswerten) Abwechslungen. Tennisplatz, Tischtennis, Dart sind vorhanden. Kleine Bücherei mit englischer und deutscher Literatur. Ein Umrunden der Insel ist möglich, jedoch wegen des teils unwegsamen Geländes schwierig. Die Besteigung des "Berges" setzt eine gute Kondition und festes Schuhwerk voraus, da es keinen befestigten Weg auf den "Gipfel" gibt. Ansonsten ist das Innere der Insel kaum zugänglich.

Der Swimmingpool ist an allen Stellen 155 cm tief.

Tagesausflüge zu den benachbarten Inseln: Yacht Cruise mit der Seaspray alles inklusive 61 Euro, Island Hopping 38 Euro (ohne Verpflegung). Kirchenbesuch "Village Church Tavua" sonntags 18 Euro für den Bootstransfer. Dieses und noch mehr ist zu buchen in der Rezeption.

Abends bemüht sich das Animationsteam um diskrete Unterhaltung. Während des Dinners dezentes Wunschkonzert einer Drei-Mann-Band mit erstaunlich vielfältigem Repertoire und hoher Musikalität. Die Angestellten des Hotels wohnen auf der benachbarten Insel Tavua. Ein wertvoller Diamant-Ohrclip wurde vom Personal gefunden und der Verliererin zurück gegeben. Von dem Gegenwert des Schmuckstückes hätte die Finderin locker ein Jahr leben können.

Handyempfang (Vodafone) ausgezeichnet, auch bei den Bootsausflügen.

Baden wegen der Korallen nur mit Badeschuhen möglich. Kristallklares und warmes Wasser. Gelegentlich Mücken (Autan hilft). Viele Aktivitäten sind kostenlos (Tennis, Schnorcheln...) Luft-Temperaturen täglich zwischen 26 und 30 Grad. Wasser um die 26 Grad.

Safe in der Rezeption (gratis). Kleiner Shop. Möglichkeit der Internetnutzung: 3,30 F$ kosten die ersten 10 Minuten, jede weitere Minute 0,33 F$. Möglichkeit, die Kleidung reinigen zu lassen. Beispiel: Shorts, Jeans, Shirts je 3,50 F$.

 

Die Bestätigung des Weiterfluges wurde vom Hotel vorgenommen - gegen eine geringe Gebühr.

Zeitunterschied zu Deutschland: - 13 Stunden.

"Fidschi-Time" ist ein Schlagwort auf den Inseln, welches bedeutet, dass verabredete oder geplante Uhrzeiten gedehnt und interpretiert werden dürfen und dass sie vor allem kein genaues Zeitmaß darstellen. Alles geht recht langsam und stressfrei zu. Das gilt allerdings nicht für die Transfers. Die waren ausnahmslos preußisch-exakt pünktlich.

Matamanoa Resort, Fidschi "Matamanoa Resort" mit Swimmingpool, Fidschi

 

Viti Levu, Fidschi, Hotel “Tanoa International”

Schöne, weitläufige Hotelanlage, alles ebenerdig. Hier brachten wir die Nacht vor dem Weiterflug nach Neuseeland zu. Standardzimmer, zwei große Betten, Bügeleisen und -brett. TV. Wannenbad mit Dusche, Haartrockner, alles sauber. Klimaanlage. Drei Sterne. Preiswertes Restaurant. Bier vom Fass. Unmittelbare Nachbarschaft zum Flughafen Nadi. Dennoch sehr ruhig. Handyempfang (Vodafone) sehr gut. Auf Viti Levu sehr viele Mücken.

Preis für das Zimmer: 82.- Euro ohne Frühstück.

Tanoa International Viti Levu Im "Tanoa International Hotel", Nadi, Viti Levu

 

Unserer Fotos von Fiji befinden sich hier.

 

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